25 Große Funkenburgfeste

25 Große Funkenburgfeste

Titel Artikel 25 Große Funkenburgfeste Andreas Reichelt
Von Andreas Reichelt
Akrobat der Gruppe „Dietrich Klemp und Animateure“beim 1. Großen Funkenburgfest 1993
Plakat der Festpremiere

Die Feuershow von Inflammati 2003; Quelle: Archiv Bürgerverein

Dass die Große Funkenburg, ein ehemals stadtbekannter Ort der Fest- und Feierlichkeiten, des Wettbewerbes und des Vergnügens, Namensgeber unserer alljährlichen Bürgerfeier ist, gehört mittlerweile zur Viertelpedia. Nach 24 vom Bürgerverein erfolgreich organisierten Festen lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen.

Der Anfang
Die Idee zum Fest resultierte seinerzeit aus kleinen, eher spontanen Anwohnerfeten in den Innenhöfen des Viertels. Das Kulturamt der Stadt hatte in den Jahren zuvor Rosentalfeste veranstaltet. Der Verein wollte sich und seine Projekte vorstellen, neue Mitglieder gewinnen, die Anwohner zu bürgerlichem Engagement anregen und im Viertel ansässigen Gewerbetreibenden helfen, bekannt oder bekannter zu werden. So tat man sich im Bürgerverein mit dem Kulturamt zusammen und organisierte das erste Große Funkenburgfest gemeinsam.

Schwierigkeit und Lösung
Das Kulturamt hatte damals den besseren Draht zu Künstlern und hat diese ausgewählt, Verträge verhandelt und teilweise auch finanziert. Für den Verein gab es jedoch keine Übersicht, wer verbindlich zugesagt hatte und auch auftrat. So passierte es beispielsweise, dass zum Frühschoppen eine geladene Dixielandkapelle nicht erschien, weil sie ein besseres Angebot wahrgenommen hatte. Ab diesem Zeitpunkt hat der Verein die Gesamtorganisation übernommen, war nun allerdings auch für das Sponsoring allein verantwortlich.

Große Bühne für den Nachwuchs
Vor allem die jungen Talente der Schulen des Viertels, der Musikschule Fröhlich oder der Tanzerei Flugfisch zogen die Gäste magisch an, wollen doch gerade Eltern die Darbietungen ihrer Sprösslinge bewundern.

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Feste Institutionen
Von Anfang an dabei: das Promenaden-Café als symbolische Kleinstausgabe des vergleichsweise riesigen Areals der ehemaligen Großen Funkenburg mit Kaffe und Kuchen. Und natürlich die Tombola, für deren reichhaltige Gewinnauswahl sich Hans-Joachim Schindler jährlich werbend müht.

Höhepunkte und Attraktionen
Kreativ bis spektakulär, ausgefallen und mitreißend, das waren sowohl die völlig unterschiedlichen Mottos, unter denen die Feste stattfanden als auch die vielen besonderen Momente, von denen hier nur eine kleine Auswahl genannt werden kann.

Gleich bei der ersten Veranstaltung sorgte eine Schatzsuche in einem übergroßen Sandhaufen auf dem Platz für einigen Tumult – es galt, echte Halbedelsteine zu finden. Einen Jogginglauf rund um die Rosentalwiese mit einem Pferd und einem Esel (die damals auf dem noch offenen Grundstück  Hinrichsenstraße 11 lebten) gab es ebenso wie ein großes, begehbares Schiff zum Thema Wasser im Viertel, gebaut vom damaligen Freizeitzentrum. Oder eine Kaffeetüten-Modenschau, bei der die Besucher Models wurden. Für Furore sorgte 1999 der Auftritt des Westsächsischen Sinfonieorchesters.

ine Anekdote
weiß Barbara Baumgärtel – damals Vereins- und heute Ehrenvorsitzende – zu berichten: „Als wir von der Firma Opitz Anfang der Neunziger einen Farbfernseher für die Tombola gesponsert bekamen. Auf den war jemand besonders scharf und hat dann auf Schluss zu alle Lose aufgekauft. Alle Umstehenden waren in höchster Anspannung, ob das Los auch wirklich dabei ist, bis der erlösende Aufschrei kam: ich hab ihn!!!“

Bleibt noch, uns allen für dieses Jahr einen gewogenen Petrus und neugierige Festgäste zu wünschen, damit das Jubiläum gelingt.

Hintergründe: Barbara Baumgärtel

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