WN 148: In eigener Sache

Liebe Leser, liebe Vereinsmitglieder,

es liegen ziemlich aufregende Wochen hinter uns. Wir haben einen Bundestagswahlkampf erlebt, der mit einer bisher nicht dagewesenen Härte geführt worden ist: Beschimpfungen, Pöbeleien, persönliche Herabwürdigungen u. Ä. waren an der Tagesordnung. Diese Art des Umgangs im politischen Raum stimmt einen nachdenklich.

Die „große Politik“ ist Anfang September in unserem Viertel aber schnell zur Nebensache geworden. Die brutale Vergewaltigung im Rosental hat viele Bewohner schockiert und verunsichert. Wir alle genießen den Park normalerweise als sicheren Freizeitraum zum Joggen, Grillen und Drachen steigen lassen. Dass ein solches Verbrechen am hellichten Tag in unserer unmittelbaren Nachbarschaft geschehen konnte, ist kaum zu ertragen. Polizei und Ordnungsamt haben mit verstärkten Streifengängen reagiert – das beruhigt. Der Täter ist aber immer noch auf freiem Fuß – das beunruhigt.
Viele Bürger haben dennoch öffentlich bekundet, dass sie sich nicht von der Angst und der Verunsicherung übermannen lassen und das Rosental weiterhin ganz normal aufsuchen wollen. Das finde ich gut und richtig.

Ich denke, die grausame Tat ist aber auch ein Signal, wieder stärker aufeinander Acht zu geben, sich für den Mitbürger zu interessieren, nicht wegzusehen. Wir haben eine gegenseitige Verantwortung jenseits der Sicherheitsbehörden, die wir aktiv leben müssen. Denn eines ist klar: Das Rosental darf kein Angstraum werden, sondern muss ein Freizeit- und Erholungsraum bleiben.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Jörg Wildermuth, Vorstandsvorsitzender,
Bürgerverein Waldstraßenviertel e. V.

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