Wilhelm Haller – Architekt und Lernender

Von Hartmut Bockenheimer

Am 24. Oktober findet im Ariowitsch-Haus ein Vortrag über das Leben und Schaffen von Wilhelm Haller statt. Haller ist weit herumgekommen, als Lernender aber auch als Meister und Architekt. Unter anderem studierte und arbeitete er bei Emil Franz Hänsel, dem Architekten, dessen Bauten aus den 1920er Jahren als Zeugnisse der Bauweise dieser Epoche am meisten auffallen. Zu diesen Bauten zählt im Waldstraßenviertel das ehemalige jüdische Altenheim, das heutige Ariowitschhaus. In Leipzig hat Haller sich hervorgetan mit Ritualbauten auf den jüdischen Friedhöfen, so­wohl in der Berliner Straße als auch in der Delitzscher Straße. Er versuchte, die damalige moderne Art des Bauens zu übernehmen, fand aber auch neue zukunftsweisende Mittel. Die Feierhalle auf dem Neuen Friedhof in der Delitzscher Straße zeigte diese Mischung der Mittel, ist aber leider nur in Entwürfen und Studien sowie in Form von Fotografien erhalten. Denn wie so vieles, wurde die Halle in der Pogromnacht vernichtet. Das Wenige, was von ihm erhalten ist und sein Weg nach Tel Aviv sollen Gegenstand des Vortrages sein.

AG Jüdisches Leben Wilhelm Haller – der vergessene Architekt Dienstag, 24. Oktober, 19.00 Uhr Ort: Ariowitschhaus, Hinrichsenstraße 14
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