Interview mit Frau und Herrn Merzbach

Interview mit Frau und Herrn Merzbach

Merzbachs (Jg. 1941/1942) sind von klein auf mit dem Waldstraßenviertel verwurzelt.
Sie besuchten hier schon die Schulen (Max-Planck bzw. Lessing).

Herrn Merzbach´s Familie wohnte ursprünglich in der Beethovenstraße.
Ausgebombt und wohnungslos bekam die Familie 1945 eine 100 m² große Wohnung in der Leibnitzstraße 16 II zugewiesen.
Mit Mutter, Großmutter und Bruder lebte Herr Merzbach hier in 3 großen und 2 kleinen Zimmern.
Diese Wohnung gehörte zuvor der Gauschaftsleiterin Rühlemann und wurde von den GIs genutzt, bevor sie Merzbachs voll eingerichtet übernehmen konnten.
92.- Mark betrug die Miete.

Frau Merzbach wohnte in der Friedrich-Ebert-Str. 114 in Teilhauptmiete.
Nach dem Tod ihres Großvaters zogen Merzbachs 1968 in diese Wohnung als Teilhauptmieter.
Diese Wohnung hatte IWC und Außenwand-Gasheizung.

Nach 25 Jahren Nürnberg zog es sie wieder in ihre vertraute Heimat zurück, jetzt in eine 3-Raum-Wohnung in der Jacobstraße.
Merzbachs können sich an fast jeden der früheren zahlreichen Läden in der Jahnallee erinnern.
Sie erzählen von der Trümmerbahn, mit der das Material zum Bau des Zentralstadions herangefahren wurde
und von der früher oft besuchten Kleinmesse, die vom Viertel fußläufig zu erreichen war und auch vom Zusammenrücken während der Messezeiten in den begehrten stadtnahen Wohnungen, um Messegästen Quartier zu geben.
Befragt nach dem Besonderen an „ihrem“ Wohgebiet sind das

  • ihre Erinnerungen an jahrzehntelanges Leben in der vertrauten Umgebung
  • die faszinierende Bausubstanz und deren Geschichte
  • die fußläufige Erreichbarkeit aller wichtigen Einrichtungen bzw. öffentlichen Verkehrsmittel
  • und die von ihnen sehr geschätzte direkte Anbindung an weitläufige Parkanlagen.

Frau und Herr Merzbach sowie Heinz Bönig während des Interviews am 6. Mai 2013

 

Author: Redakteur_Geschichte

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