In eigener Sache

In eigener Sache

Pakete; Quelle Pixabay

Liebe Waldstraßenviertelbewohner,

als ich kürzlich in die Tschaikowskistraße eingebogen bin, standen nicht weniger als vier DHL-Transporter entlang der Fahrbahn. Vier Lieferfahrzeuge derselben Logistikfirma zur selben Zeit in derselben Straße!
Wir haben uns mittlerweile schon sehr an diese bequeme Art des Einkaufens gewöhnt: ein Klick im Internet, Versand frei Haus und bei Nichtgefallen alles wieder kostenlos zurück. Sicher, für Menschen mit Einschränkungen ist das eine praktische Möglichkeit der Teilhabe. Aber machen wir es uns inzwischen trotzdem nicht zu einfach? Denn das sind die Folgen: zunächst einmal zusätzlicher Verkehr im Waldstraßenviertel, der das Durchkommen bei uns vor Ort oft erschwert Das ARD-Wirtschaftsmagazin „Plusminus“ hat ausgerechnet, das bundesweit täglich 800.000 Pakete zurückgehen, d.h. 400 Tonnen CO2 täglich. Die gleiche Menge würden demnach 255 Auto-Fahrten von Frankfurt nach Peking verursachen. Das Thema Verpackungsmüll sei hier nur am Rande erwähnt.

Und: Alle diese online getätigten Umsätze machen die Händler auf der Waldstraße, der Jahn- allee oder in der Innenstadt eben nicht mehr. Alles gute Gründe, wie ich finde, jeden einzelnen Online-Einkauf zu hinterfragen und vielleicht doch wieder die persönliche Beratung in den Fach- geschäften zu suchen und auch dort einzukaufen.

Um ganz ehrlich zu sein: Ich bin selbst Teil des Problems – meine Nachbarn können ein Lied davon singen. Meinen guten Vorsatz für 2019 habe ich jedenfalls schon gefunden.

Ich freue mich, Sie beim Neujahrsempfang des Bürgervereins am 27. Januar begrüßen zu können.

Ihr Jörg Wildermuth, Vorstandsvorsitzender, Bürgerverein Waldstraßenviertel e. V.

 

Author: Maria Geißler

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1 Kommentar

  1. Das Problem ist ja nun nicht neu und betrifft nicht nur das Waldstraßenviertel. Selbst wenn die Leute im Einzelhandel kaufen, muß die Ware ja irgendwie zum Laden. Und dann kommen auch nur Transporter oder LKW. Also, Pest oder Cholera? Den Menschen das Konsumdenken abzugewöhnen, halte ich für schlicht unmöglich.

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