Baumarbeiten im Waldstraßenviertel

Baumarbeiten im Waldstraßenviertel

300jähriger Baum im Rosenrtal; Foto: Andreas Reichelt

Von Maria Geißler

Verkehrssicherung
In den letzten Wochen haben Sie vielleicht Baumfällarbeiten entlang der Waldstraße und des Zöllnerwegs beobachtet. Diese fanden zur Verkehrssicherung statt, so erklärte Revierförster Martin Opitz bei einem Gespräch Anfang Oktober im Bürgerverein: An den oben genannten Straßen drohten die teilweise sehr alten Bäume umzufallen, sodass an den stark frequentierten Wegen Menschen verletzt werden könnten. In solchen Fällen werden die Kronen der Bäume gestutzt, um die Hebelwirkung bei Wind zu reduzieren. Genügt das nicht mehr, oder zeigen sich beim Kronenschnitt größere Schäden als vom Boden aus sichtbar, müssen die Bäume dann leider weiter gestutzt oder sogar gefällt werden. Teilweise liegt das Holz jetzt noch vor Ort, berichtet Martin Opitz, anderes wurde schon verkauft. Einfach mitnehmen ist übrigens nicht erlaubt. Das Holzleserecht aus dem Waldgesetz für geringe Mengen von Kleinholz gilt hier nicht, da es sich nicht um Lese- oder Restholz handelt. Das Holz gehört der Stadt Leipzig.

Was gibt es sonst noch Neues?

Forstwirtschaftsplan 2018,  Amt für Stadtgrün und Gewässer

Forstwirtschaftsplan 2018,
Amt für Stadtgrün und Gewässer

Martin Opitz hat noch viel von seiner Arbeit in unserem Viertel zu berichten. So auch von diversen Holzeinschlag- und Pflegemaßnahmen, die um den Louise-Otto-Peters-Platz herum im letzten Winter u.a. wegen der heftigen Stürme im Oktober und Januar nicht durchgeführt werden konnten. In diesem Jahr sollen sie nun erfolgen. Dabei werden einzelne Bäume entnommen, um den verbleibenden Pflanzen einen größeren Raum zum Wachsen zu bieten und deren Stabilität zu erhöhen.
Auf der Waldstraße plant die LVB eine Veränderung der Bahntrasse, sodass sich dort auch der Verlauf des Waldes etwas verändert. Das Genehmigungsverfahren hierzu läuft gerade.
Als der Revierförster vom Stand der Pflanzungen in den Femelflächen der letzten Jahre erzählt, geht ein Lächeln über sein Gesicht: Die jungen Eichen wachsen und haben die Dürre des Sommers gut überstanden. Von den Frühjahrspflanzungen sind leider die meisten Pflanzen eingegangen. Insbesondere Vorwaldbaumarten wie die Birke, Pappeln und Erlen haben dieses Jahr sehr gelitten. Trotzdem haben die Bäume des Auwaldes den heißen und trockenen Sommer 2018 im Vergleich zu anderen Waldflächen der Umgebung recht gut überstanden. Obwohl die Bodendecke ausgetrocknet ist, werden die Pflanzen in der Bodentiefe mit genügend Feuchtigkeit versorgt.
Zum Abschluss des Gesprächs berichtet Martin Opitz noch von den Arbeiten am ersten Teil des Abwassersammlers zwischen Elstermühlgraben und Zöllnerweg: Sie sind abgeschlossen und in den letzten Tagen wurde der zweite Bauabschnitt begonnen. Die Arbeiten erfolgen – wie auch im ersten Abschnitt – unterirdisch, sodass wir Bewohner des Viertels davon überhaupt nur etwas durch gesperrte Waldwege, Grundwasserleitungen am Zöllnerweg entlang und einige Schnitttätigkeiten um die Baustelle herum sehen. Nach Abschluss der Arbeiten werden dann die Waldwege wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt. Auch der jetzt mit recht grobem Gestein belegte Waldweg vom ersten Bauabschnitt soll noch verschönert werden.

Nach Abschluss aller Baumarbeiten wird es im Frühjahr 2019 wieder einen Waldspaziergang mit Martin Opitz geben. Wir informieren Sie dann wie jedes Jahr in den Waldstraßenviertel NACHRICHTEN und auf unserer Homepage.

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