AG Kino- und Filmgeschichte: Ist an allem zu zweifeln?

AG Kino- und Filmgeschichte: Ist an allem zu zweifeln?

AG Kino- und Filmgeschichte: Ist an allem zu zweifeln?

Von Michael Zock

Die Frage lässt sich kaum mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Sie berührt bekanntlich die Zwiespältigkeit. Zu dieser interessanten Thematik werden wir in Kürze europäische Filmgeschichte dis­kutieren. Ganz sicher gehören die Regisseure Ingmar Bergman und Sergei Eisenstein dazu. Der „Zweifel“, abgeleitet aus dem mittelhochdeutschen „zwifel“, beschäftigt die AG im September und Oktober. Über Jahrzehnte haben diese beiden berühmten Künstler auch die Kinospielpläne in Leipzig mitbestimmt. Da gibt es garantiert bei Älteren noch Erinnerungen. An dieser Stelle möchte ich mich auf zwei Produktionen beschränken. Im Herbst 1979 stand die deutsch-schwedische Koproduktion „Herbstsonate“ über Wochen im Filmkunsttheater „Casino“ am Neumarkt auf dem Programm. Eine erfolgreiche Pianistin (Ingrid Bergman) besucht darin nach mehrjähriger Trennung ihre Tochter (Liv Ulmann). Hass, Eifersucht, Vereinsamung und Minderwertigkeitsgefühle sorgen für zwiespältige Situationen. Die Kritik sprach von einem „Bergmanschen Seelendrama“. Es wird uns am Freitag, dem 28. September, ab 19 Uhr beschäftigen.

Tief in die Seele eines zweifelhaften Zaren blicken wir dann im Oktober. Mit ausdrucksstarkem Gespür deutet der Regisseur Sergei Eisenstein eine Gestalt der russischen Geschichte: „Iwan der Schreckliche“. Er lebte von 1522 bis 1584. Sein widerspruchsvolles, zweifelhaftes Leben bot sich Jahrhunderte später natürlich fürs Kino an. 1946 und 1959 entdeckten die Leipziger „Iwan“ (Nikolai Tscherkassow) in den Schaukästen der damals 30 Filmtheater. Warum gab es diese jahrzehntelange Pause zwischen dem ersten und dem zweiten Teil? Wir reden darüber am 26. Oktober, einem Freitag, ab 19 Uhr. Wir sehen uns? Ich zweifle nicht daran!

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